30.08.16

Ich weiß, ich sollte nicht...


... 

... aber ich musste trotzdem kürzlich herzhaft lachen.


Jedesmal, wenn ich dieses... Sträßchen auf dem Privatgelände der Schule überquere -- und zwar so, wie jeder vernünftige Erwachsene das tun würde, wenn weder Busse noch Kinder in der Nähe sind, nämlich quer und außerhalb des Zebrastreifens -- also, jedes Mal, wenn ich dieses Sträßchen überquere, werde ich von irgendjemandem angegiftet, ich solle bitte ein Vorbild sein und den Übergang benutzen.

Ich meine, ich weiß ja, dass sie es nur gut meinen und wir Eltern große Vorbildfunktion haben.

...

...

...

Aber mal ehrlich, meine Vorbildfunktion besteht seit zwei Jahren darin, meinen Kindern beizubringen, den chinesischen Straßenverkehr zu überleben.

(Zum Beispiel den genau vor den Toren der Schule).

Und ich schwöre, würden wir uns dabei an die Regeln halten, hätten wir es niemals geschafft, auch nur eine einzige Straße zu überqueren....

:-).

****

Außerdem:

Als ich zum ersten Mal nach den Ferien wieder im Institut war, war der gesamte Campus eine einzige Baustelle.


Und wie das gerne mal so ist in China, war auch überhaupt nichts ausgeschildert, keine Umwege markiert und alle Wege für Fußgänger ein ziemlicher Balance-Akt.


Gut, dass das Institut direkt an der Straße liegt und in China auch Lehrer/innen einfach so über den Zaun klettern dürfen, :-).

(Also, auf einem chinesischen Campus dürfen sie das... ;-).)

****

Auch schon gewöhnt haben wir uns daran, dass man in China den einen Tag noch in einem leckeren Restaurant essen oder kleinem Geschäft einkaufen kann...


... und am nächsten Tag nurmehr eine Baustelle vorfindet.

Muss ich wohl meine Milch wieder woanders kaufen, soifz.

****

Wir sind wieder gut angekommen in China und genießen den Spätsommer!

Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna


08.08.16

我们回家!


Wir sind wieder zu Hause!

Also in unserem China-Zu-Hause.

Nach einem viel zu kurzen Sommer, der ist dieses Jahr wirklich verflogen wie nix.

Vermutlich, weil ich ihn zu voll gepackt habe: Beijing, Qingdao, Hong Kong, Graz, Prag, Osttirol, Verwandtschaftsbesuch in Deutschland...

In Graz waren wir im Grunde nur zwei Wochen, was diesmal viel zu kurz war.

Das "back to old routines" war diesmal sehr angenehm:



Kaffeehaus sitzen, Freibad gehen, Freunde treffen. 



Das definitive Highlight des gesamten Sommers -- die schönen Reisen hin oder her -- war das Harvest of Art Festival in Wien, auf dem Element of Crime gespielt hat.

Man kann ja über die Musik sagen, was man will, aber die Texte sind einfach nur genial und Sven Regener ist definitiv mein Plan B, :-).





Ein paar Tage Prag dazwischen geschoben...





... und neben dem ganzen Sightseeing auch so noch eine Menge Spaß gehabt, :-).



Pflichtprogramm Wanderurlaub Osttirol und...



... natürlich Köln.

Und dann waren die fünf Wochen auch schon wieder um.

Dieses Mal ist es mir tatsächlich fast ein wenig schwer gefallen, wieder zurück nach Tianjin zu kommen.

Zum einen ist diese Anfangseuphorie natürlich weg -- China ist ja schon Alltag für uns geworden. Und zum anderen musste ich leider ernüchtert feststellen, dass das nicht nur ein schlechter Witz war, dass so viele meiner liebsten Freunde hier weggegangen sind, sondern dass die tatsächlich weg sind und nicht mehr wiederkommen!

Im Moment wirkt es also noch ein wenig leer hier... 

Gut, dass morgen mit der Schule der Alltag wieder beginnt.

Und ab Donnerstag stehe ich auch wieder im Klassenraum, freu mich schon drauf, mich wieder reinzustürzen. 

Wird mir sicher gut tun.

Euch wünsche ich einen schönen Wochenanfang!

Liebe Grüße,
Corinna

03.07.16

Hong Kong


Minka fand es unverzeihlich, dass Mutze und der Mo schon letzte Woche alleine nach Österreich fliegen durften, während sie noch mit mir in China "rumhängen" musste.

(Ich hatte/habe nämlich noch einige Verpflichtungen, bevor auch wir heute Abend endlich in den Flieger steigen).

Was Minka aber nicht wusste, war...

...

...

...

...

... dass ich eine Kurzreise nach Hong Kong organisiert hatte, um ihre liebe, gute und sehr vermisste Freundin zu besuchen, die letztes Jahr von Tianjin nach HK gezogen ist. 

Nur einige wenige Eindrücke:




Aussicht vom Peak... 


(Und ja, es geschieht auch in Hong Kong, auch in Hong Kong...)


Ein bisschen Sightseeing in der Innenstadt...

... und natürlich Mickey Mouse Wonderland...




"OMG -- Ich bin tatsächlich in Entenhausen!"

Wobei ich mir hinterher nicht mehr ganz sicher war, was mir besser gefallen hat -- Entenhausen oder Tomorrowland...



Ich konnte nicht widerstehen...

Minka hat es natürlich am allerbesten in Disneyland gefallen, aber ich fand ehrlich gesagt den Fischmarkt in der Nähe ihrer Freundin am besten...





Obwohl ich gestehen muss, dass ich hinterher den ein oder anderen Albtraum hatte...


Baaaaaaah! Pfui.

(Und um das ganze noch schlimmer zu machen: als die Verkäuferin die mittlere Muschel berührt hat, hat sie... einen ziemlich Schleim ausgespuckt. Die spontane Assoziation war ... nicht schön, lol.)

Random Impressions:

Jimmy Choo -- ich kann mir nicht vorstellen, dass man solche Schuhe tatsächlich tragen kann.

Aber schön sind sie.


Anni war von diesen Mädels restlos begeistert:


Und last not least: irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, :-):



Es war das erste Mal, dass Minka und ich alleine unterwegs waren, Mutter-Tochter-Urlaub sozusagen, und ich finde, wir sollten es wiederholen, :-).

Und Hong Kong ist echt krass -- ein paar Tage reichen noch nicht mal aus, um überhaupt so etwas wie einen Eindruck zu bekommen, es ist so enorm vielfältig.

****

So heute noch einmal unterrichten, und dann fallen wir ins Sommerloch:

Graz, Prag, Villgratental und ein paar Tage in Deutschland.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sommer!

So long,
Corinna

23.06.16

On a mission...


Ich habe noch nie gerne Anweisungen befolgt -- und die Kombination chinesisches Kochbuch und meine mangelnden Chinesischkenntnisse macht es natürlich auch nicht besser...

Trotzdem habe ich mich auf die Mission begeben, der Sache mit der chinesischen Küche mal genauer auf den Grund zu gehen.

Nudelgerichte sind hier definitiv mein Liebstes, deshalb habe ich es gestern mal mit diesem hier versucht:


Als erstes mal die ganzen Zutaten übersetzt und mich dann im Super- und Gemüsemarkt auf die Suche begeben. 




Ganz allein habe ich es nicht geschafft und musste um Hilfe bitten. Nur bei den Gewürzen bin ich alleine fündig geworden.

Und natürlich auf dem Gemüsemarkt:


Beim Nudelgeschäft traue ich mich nie so recht, einfach rein zu fotografieren, weil immer Leute drin sind. 

Aber der Laden ist irgendwie klass' krass -- in Österreich könnte ich mir sowas nicht vorstellen.

Aber total süß.


Mit Mengenangaben hatte ich es noch nie so, also alles Pi Mal Daumen, und zum Glück waren im Kochbuch auch genügend Bilder, so dass ich mich orientieren konnte, wenn es mit der Textkenntnis holprig wurde.



Das, was am Ende dabei herauskam, hatte mit dem Original demzufolge nicht mehr viel gemeinsam, aber lecker war's trotzdem.


Und irgendwann werde ich die Sache mit der Vielfalt der verschiedenen Saucen auch noch mal begreifen.

Jetzt habe ich jedenfalls erst mal Blut geleckt und mache mich auf die Suche nach anderen Gerichten, die ich mal ausprobieren könnte.

So long,
Corinna

22.06.16

Texten auf Chinesisch...


Christine fragte in einem Kommentar, was für eine Computertastatur man in China eigentlich benutzt, denn mit den vielen Schriftzeichen müsse das ja gigantisch sein.

Auf dem Computer habe ich mir die chinesische Tastatur nie installiert, aber auf dem Handy geht es ganz einfach, und ich bin mittlerweile sogar recht gut darin, meinen Freunden und Freundinnen auf Chinesisch zu texten.

Na ja, auf Chinesisch oder dem was ich so dafür halte...

Es gibt neben den Schriftzeichen noch die Schriftsprache, das sogenannte pinyin, das sich an der lateinischen Schriftsprache orientiert.

Will ich also meinen Freunden texten, gebe ich das Wort in pinyin ein, und erhalte eine Reihe von Vorschlägen, von denen ich dann den richtige aussuche.



Man muss aber sehr aufpassen, denn oft sind es die kleinen Feinheiten, die den ganzen Unterschied ausmachen.

Zum Beispiel heißt 汉字 (hànzì) Schriftzeichen, aber 汉子 (hànzi) chinesischer Mann.

(Beides wird nicht nur recht ähnlich geschrieben, sondern auch sehr ähnlich ausgesprochen, nur die Betonung auf der letzten Silbe ist anders).

Wenn ich unsicher bin, lass' ich es noch mal durch den Übersetzer laufen -- zum Glück, kann ich nur sagen. 

Denn einmal wollte ich einem Freund etwas ganz harmloses schreiben, hab' aber aus Versehen zwei falsche Schriftzeichen erwischt, und was dann dabei herauskam... war nicht mehr ganz jugendfrei, :-).

Außerdem kann man die Schriftzeichen noch händisch eingeben -- die Chinesen sind klarerweise unglaublich schnell und geschickt darin, bei mir ist es eher ein ziemliches Gemetzel Gekritzel.



Die Funktion nutze ich, wenn ich ein Schriftzeichen nicht kenne, und deshalb natürlich auch nicht in pinyin eingeben kann.

Wenn man zwar gut Chinesisch sprechen aber nicht schreiben kann, kann man auch alles in pinyin schreiben -- aber dazu muss man die Töne dazu schreiben, damit der andere dann weiß, was man meint.

Finde ich persönlich viel schwieriger, denn die Töne sind echt hacklig und ich ernte auch oft genug fragende Blicke, wenn ich mal wieder den falschen treffe, :-).

Ich find's ziemlich lustig, :-).

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Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,
Corinna

21.06.16

Soll ja mal keiner behaupten...



Soll ja mal keiner behaupten, dass ich nicht auch in den Semesterferien lerne...




Endlich ein Buch, das ich lesen kann, :-).

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Außerdem:



担担面 -- dan dan mian:

Eines meiner Lieblingsnudelgerichte.



Aber ich muss mich definitiv noch mehr den Feinheiten der chinesischen Sprache widmen, denn so war es nur 担担面-inspiriert. 

Aber trotzdem lecker.

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Eines ist aber wirklich ärgerlich.

Ich hab' quasi das ganze letzte Semester verpennt -- ich hatte so viel an der Backe, dass ich viel geschwänzt habe, und Vokabeln gelernt habe ich auch nur unregelmäßig.

Und somit so ziemlich jede Klausur vergeigt.

Die mündlichen haben mich immer etwas retten können, aber trotzdem sind die Professorin und ich überein gekommen, dass es fein wäre, wenn ich nächstes Semester noch mal in ihren Kurs käme...

...

...

...

Natürlich nur, weil sie mich so gerne mag.

Eh klar.

Im Grunde kein Problem, aber was mich ärgert:

Hätte ich im letzten Semester fleißig(er) gelernt, könnte ich jetzt lesen. 

Denn ich erkenne mittlerweile wirklich, wirklich viele Schriftzeichen, und weiß, dass ich eigentlich wissen sollte, was es heißt.

Hmpf.

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Euch wünsche ich einen schönen Tag!

So long,

Corinna

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